Wille zur Veränderung


Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Erde: Allen Regionen täte eine Förderung gut. Doch dafür reichen die begrenzten Mittel nicht aus. Wie stellt man sicher, dass zuerst die Bedürftigsten unterstützt werden? Antworten auf diese Frage zu finden, gehört zu den Aufgaben von Bahritu Seyoum. Die 36-Jährige ist bei der Äthiopienhilfe "Koordinatorin für Pläne und Programme". Als solche ist sie mitverantwortlich für die Auswahl neuer Projektgebiete; in diesem Jahr beginnt die Stiftung die Arbeit gleich in zwei neuen Gebieten, nämlich in den Distrikten Borena und Ginde Beret.

"Aus den entferntesten Landstrichen reisen Älteste in die Hauptstadt, um uns um Hilfe zu bitten", erzählt Bahritu Seyoum. "Darauf stellen wir Teams aus Fachleuten zusammen, die diese Gebiete besuchen." Auf den Studienfahrten untersuchen die Experten, ob die Gebiete ausserordentlich bedürftig sind. "Wir beobachten: Wie ist das Angebot auf den lokalen Märkten? Wie mager ist das Vieh? Wie die Gesundheit und der Ernährungszustand der Kinder?, erklärt Bahritu. Ausserdem führen die Experten der Stiftung Recherchegespräche mit Vertretern der Fachbehörden vor Ort und machen sich so ein genaues Bild über die Lebensumstände.

Doch die Bedürftigkeit ist nur das erste Kriterium. "Wir untersuchen auch das Entwicklungs-Potential eines Gebietes“, sagt Bahritu: "Können bisher unerschlossene Wasservorkommen nutzbar gemacht werden – für Trinkwasser und zur Bewässerung der Felder? Gehen die Ethnien friedlich miteinander um?" Fällt die Analyse des Potentials positiv aus, werden jeweils über 100 Haushalte sozialwissenschaftlich befragt. Diese umfangreichen Studien sind die Grundlage für einen Projektvorschlag über ein Drei-Jahres-Programm.

Wenn der Vorschlag an die äthiopische Regierung geht, hat die Stiftung bereits Klarheit gewonnen über die vielleicht wichtigste Voraussetzung für das Gelingen ihrer Anstrengungen. "In unseren Vorstudien müssen wir klären, ob die Menschen bereit sind, hart zu arbeiten", sagt Bahritu Seyoum. Die Äthiopienhilfe bringe Material und Wissen in die Projektgebiete, doch die Menschen müssten die neuen Techniken und Maßnahmen selbst umsetzen: "Ohne diesen Willen zur Veränderung würden wir keine Erfolge erzielen."

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